Gemeinsames Miteinander

ICKERN – Die Holländer machen es uns vor. Nein, nicht im Fußball, vielmehr sind uns die westlichen Nachbarn in Sachen Rollstuhltennis einen gehörigen Schritt voraus. Akzeptanz und Integration sind hierzulande oft noch Fremdwörter. Die Initiative »BREAKCHANCE« macht mit ihrem Rollstuhltennis-Angebot im westfälischen Ickern allerdings ebenfalls bereits vieles richtig. Kleine und große Rollifahrer haben dort Gelegenheit, der gelben Filzkugel hinterherzujagen. Für Geschäftsführer und Anlagenmanager Heiko Sobbe war es eine Selbstverständlichkeit, seinen Club für Menschen mit Handicap zu öffnen. In ickern geht es dabei nicht nur um Leistung, sondern vielmehr darum, Berührungsängste abzubauen und den Bekanntheitsgrad des Rollstuhltennis weiter zu erhöhen. Der alljährliche »Charity-Day« der BREAKCHANCE-Initiative leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag, schiebt er doch den faszinierenden Behindertensport einmal im Jahr ganz besonders in den Fokus der Öffentlichkeit. Am Samstag, 2. September feiert »BREAKCHANCE« sein 10-jähriges Bestehen. Initiator Christoph Kellermann bringt dann wieder Rollstuhlfahrer und Fußgänger, Prominente, Sponsoren, Partner und Helfer zusammen, um gemeinsam einen außergewöhnlichen Tag zu verleben. Integration pur.

Gemeinsame Aktionen fördern Verständigung

Mit von der Partie sind wie immer auch prominente Fürsprecher, die der Veranstaltung die besondere Note verleihen. Dem Rollstuhltennis wird so eine hervorragende Plattform geboten. Besonders für die Rollikids ist jede Charity-Veranstaltung eine äußerst positive Erfahrung. Gemeinsame Aktionen von Rollstuhlfahrern und Fußgängern fördern die Verständigung und legen den Grundstein für eine erfolgreiche Integration. „Sport begeistert nicht nur, er verbindet und leistet damit einen wichtigen Beitrag, dass Menschen mit handicap in der breiten Bevölkerung eine größere Akzeptanz finden!“, so der langjährige Bundestrainer. Der TuS Ickern weiß die Arbeit von Kellermann zu schätzen und ist stolz, den Rollstuhlfahrern eine Heimat geben zu können. „Christoph schafft es immer wieder, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen und den Rollstuhlfahrern ein gutes Stück Lebensqualität zu schenken“, so Heiko Sobbe. „Dieses große soziale Engagement ist ganz gewiss keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Gesellschaft und findet in Ickenr unser Bewunderung. Christoph motiviert viele Freunde und Förderer, ebenfalls Gutes zu tun. um das bei uns gelebte barrierefreie Miteinander zu unterstützen. Das ist einfach wunderbar!“