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Andre Begemann im Interview

Andre Begemann im Interview

Andre Begemann im Interview

Der vierfache ATP-World-Tour-Doppelsieger und frühere Davis-Cup-Spieler Andre Begemann ist seit vielen Jahren stolzer Botschafter der »BREAKCHANCE«-Initiative. Sein Engagement für den Rollstuhltennissport ist ebenso leidenschaftlich wie beispielhaft. Wir sprachen mit dem sympathischen gebürtigen Lemgoer über seine Beziehung zu den Waltroper »Rollis« und seine sportlichen Ziele.

Andre, Du bist seit vielen Jahren Botschafter der »BREAKCHANCE-Initiative. Was waren bislang persönlich Deine schönsten Momente? Andre Begemann: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass mich die Aufgabe als »BREAKCHANCE«-Botschafter mit sehr viel Stolz erfüllt. Zu den schönsten Momenten gehört sicherlich der Weihnachts-Brunch vor zwei Jahren, wo ich die Möglichkeit hatte, in sehr persönlichen Gesprächen mehr über die Rollifahrer und deren Einzelschicksale und Geschichten zu erfahren. Überragend war sicherlich auch das persönliche Treffen von Lucas 2014 mit Roger Federer, welches wir arrangieren konnten. Das war für den Lucas sicherlich einer der schönsten Momente und vielleicht auch die Erfüllung eines kleinen Lebenstraums. Darauf blicke ich gern zurück.

Als Botschafter kennst Du die Rollifahrer von »BREAKCHANCE« ja alle auch persönlich. Erinnert man sich an deren Einzelschicksale und persönliche Geschichten, wenn es einem wegen kleinerer Verletzungen oder wegen anderer Probleme selbst nicht ganz so gut geht? Sprich: Macht Dich der Kontakt zu den Rollis demütig? Natürlich setzt man sich immer mit den Einzelschicksalen der Rollifahrer auseinander. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich dies mit meinen eigenen Verletzungen direkt in Verbindung bringe, aber trotzdem ist es so, dass gerade wenn man selbst mal eine schwierige Zeit durchlebt, man immer wieder auch an andere Menschen denkt und dies einen demütig stimmt. In diesen Momenten bin ich immer unendlich dankbar, dass ich meinen Traumberuf ausüben kann. Das ist ein großes Privileg. Der Tennissport verbindet uns Fußgänger und Rollifahrer. Er gibt uns die Chance, uns zu duellieren, viel Spaß zu haben, uns auszupowern und über den Sport neue Kontakte zu knüpfen. Dies alles versuche ich unseren Rollis immer zu kommunizieren.

Wie sehen Deine eigenen sportlichen Ziele für 2018 aus? Nach einer langen Verletzungsmisere habe ich mich in diesem Jahr dazu entschlossen, weniger Turniere zu spielen. Ich werde mich auf die Grand-Slam- und ATP-Tour-Events konzentrieren und die Phasen dazwischen zur Regeneration nutzen, um fit zu bleiben. Gerne möchte ich meinen vier ATP-World-Tour-Titeln einen weiteren hinzufügen und es bei den Grand-Slam-Events möglichst weit schaffen. Auch die Olympischen Spiele 2020 habe ich noch nicht ganz aus den Augen verloren. Schön wäre auch eine Rückkehr dorthin, wo ich schon einmal war: unter die besten 40 Doppelspieler der Welt.