Komödiantisches Schwergewicht

Jürgen Bangert
© Detlev Seyb

Jür­gen Bangert

Von Chris­toph Kellermann.

Er ist ein komö­di­an­ti­sches Schwer­ge­wicht, geht mit einem eige­nen Pro­gramm und einer gehö­ri­gen Por­ti­on Lei­den­schaft auf Tour und ist nicht sel­ten bei Ste­fan Raab und des­sen Kult­sen­dung »TV Total« zu sehen. Dar­über hin­aus ist er Unter­hal­tungs­chef bei Radi­oNRW. Doch nicht nur auf der Büh­ne und am Mikro macht Jür­gen Ban­gert eine exzel­len­te Figur, auch und vor allem auf dem Ten­nis­platz — wobei er auch hier Sport und Come­dy oft­mals nicht von­ein­an­der tren­nen kann.

Aktionstag 2009
© AINFACH.com

Bekannt auch als »Elvis Eifel«

Vie­le ken­nen Jür­gen Ban­gert auch ein­fach nur als »Elvis Eifel«, der Typ, der quer durch die hie­si­gen Radio­sen­der ahnungs­lo­se Men­schen am Tele­fon ver­al­bert. Für die Roll­stuhl­ten­nis­spie­ler und vor allem für den Initia­tor der »BREAKCHANCE«-Initiative, Chris­toph Kel­ler­mann, ist Jür­gen Ban­gert längst ein guter Freund gewor­den. 2008 war er erst­mals zu Gast, damals wuss­te er gar nicht wirk­lich, was ihn erwar­ten wür­de. Schnell aber war er gefan­gen von der »Fas­zi­na­ti­on Roll­stuhl­ten­nis«. „Die Art und Wei­se, wie die Roll­stuhl­fah­rer mit ihrem Schick­sal umge­hen und der Behin­de­rung ein­fach die Stirn bie­ten, das ist schon sehr beein­dru­ckend“, zollt der Come­dy­star den akti­ven Roll­stuhl­fah­rern höchs­ten Respekt. Wage­mu­tig ver­sprach er bei sei­nem ers­ten Auf­tritt, dass er wie­der­kom­men wür­de, dann aber trai­niert und mit dem Ten­nis­ra­cket in der Hand — als akti­ver Spie­ler. Ban­gert hielt Wort, stähl­te sich bei Kel­ler­mann und ging durch die ganz har­te (Tennis-)Schule. Regel­mä­ßig wur­de an der Bein­ar­beit und der Schlag­tech­nik gefeilt, ers­te Erfol­ge lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten. „Ich kann mich sehr gut an die ers­ten Ver­su­che von Jür­gen erin­nern, die klei­ne gel­be Filz­ku­gel über das Netz zu jagen“, so der ehe­ma­li­ge Bun­des­trai­ner. „Schnell kris­tal­li­sier­ten sich Vor­hand und Flug­ball als sei­ne wah­ren Stär­ken her­aus, über­ra­gend sind aber auch sein uner­hör­ter Kamp­fes­wil­le sowie das Talent, jeden ein­zel­nen Ball aus­führ­lich zu kommentieren!“

Im Sin­ne der guten Sache

So war es dann nicht über­ra­schend, dass Jür­gen Ban­gert im Fol­ge­jahr den Show­kampf zwi­schen den Ten­nis­pro­fis Marc-Kevin Goe­ll­ner, Alex­an­der Was­ke und Mar­le­ne Wein­gärt­ner sowie Youngs­ter Lenn­art Gro­be­cker unter­brach, um unter dem Jubel der Zuschau­er selbst mit ein­zu­stei­gen — natür­lich aus­ge­stat­tet mit einem Head­set, wie es sich für einen ech­ten Come­di­an und Medi­en­pro­fi gehört. Und Ban­gert mach­te sei­ne Sache gut. Sehr gut sogar. Der »BREAKCHANCE«-Initiative will Ban­gert auf jeden Fall treu blei­ben. Wann immer es in sei­nen wirk­lich prall gefüll­ten Ter­min­ka­len­der passt, ist er dabei, um sich für die gute Sache zu enga­gie­ren. Und wenn er kommt, dann stra­pa­ziert er die Lach­mus­keln der Zuschau­er bis aufs Äußers­te. Ger­ne auch mit einem Witz-Tele­fo­nat als »Elvis Eifel«. Jür­gen Ban­gert ist eben ein Mul­ti­ta­lent. Nie­mand darf sich wirk­lich vor ihm sicher fühlen.

 

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