Wenn Träume wahr werden

Roger Federer Halle
© AINFACH.com

Wenn Träu­me wahr werden

Von Lucas Kurth. 

7. Juni 2014. Mein Vater fei­ert einen run­den Geburts­tag. Unter den vie­len Gäs­ten ist auch mein Coach Chris­toph Kel­ler­mann. Selbst­ver­ständ­lich spra­chen wir an die­sem Abend viel über mei­ne Lieb­lings­be­schäf­ti­gung, das Ten­nis­spiel und über mein Vor­bild Roger Fede­rer. Ich erzähl­te ihm davon, dass es wohl kaum ein Foto oder Video vom »Maes­tro« gäbe, wel­ches noch nicht über mei­nen PC-Moni­tor gehuscht sei. Natür­lich offen­bar­te ich mei­nem Coach auch mei­nen sehn­lichs­ten Wunsch, Roger ein­mal per­sön­lich tref­fen zu kön­nen. Chris­toph sah mich einen Moment lang an und frag­te mich kur­ze Zeit spä­ter, was ich »über­mor­gen« machen würde.

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Auf zu den GERRY WEBER OPEN!

So war ich ein­ge­la­den, mei­nen Coach am Pfingst­mon­tag zu den Ger­ry Weber Open zu beglei­ten. Er wür­de mich sogar abho­len und wie­der heim­brin­gen. Ich konn­te es nicht glau­ben, fiel ihm um den Hals und ließ ihn erst wie­der los, als er nach Luft rang. Die Ger­ry Weber Open — ein Tur­nier der Super­la­ti­ve, das ich bis­lang nur aus dem Fern­se­hen kann­te. Dass ich an die­sem Tag auch Roger Fede­rer tref­fen soll­te, wuss­te ich zu die­sem Zeit­punkt noch nicht. Am Pfingst­mon­tag ging es dann um Punkt neun Uhr Rich­tung Ost­west­fa­len. Dort ange­kom­men, habe ich erst ein­mal einen Ein­druck von dem unfass­bar gro­ßen Gelän­de bekom­men. Dies über­traf all’ mei­ne Erwartungen.

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Vie­le Stars stell­ten sich zum Foto

Chris­toph mein­te, dass ich um 13.15 Uhr eine Ver­ab­re­dung hät­te. Mit wem, das woll­te er mir aller­dings noch immer nicht ver­ra­ten. Bis dahin lie­fen mir zahl­rei­che Ten­nisi­do­le über den Weg: Ste­fan Edberg, Peter Gojow­c­zyk, Dus­tin Brown und vie­le mehr. Bis zum Dating­ter­min durf­te ich sogar direkt an den Cen­ter-Court des Ger­ry Weber Sta­di­ons. Näher dran geht wohl kaum. Kurz vor eins hol­te mich mein Coach dann aus dem Sta­di­on. Er besorg­te mir ein tol­les Ten­nis­shirt, einen rie­si­gen Auto­gramm­ball und eine NIKE-Roger-Fede­rer-Cap. Die wür­de ich noch brau­chen, sag­te er mir. Selbst hier habe ich noch nicht mal im Ent­fern­tes­ten dar­an gedacht, den bes­ten Ten­nis­spie­ler aller Zei­ten tref­fen zu dür­fen. Der Zeit­punkt war gekom­men, wo Chris­toph mich lang­sam in sei­ne Plä­ne einweihte.

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War­ten auf den »Maes­tro«

Wir betra­ten die Lob­by des Ger­ry Weber Sport­park Hotels und war­te­ten. Auf den »Maes­tro«. Chris­toph sag­te mir, dass ich mir eine Fra­ge über­le­gen soll­te, wenn es gleich so weit sei. Dann kam der Moment, den ich nie für mög­lich gehal­ten hät­te: Ich traf Roger »FedEx« Fede­rer! Im Gegen­satz zu mir war Roger sehr locker, als er mich begrüß­te. Er beant­wor­te­te mir mei­ne Fra­gen und wir hat­ten eine aus­gie­bi­ge Unter­hal­tung. Ein Star zum Anfas­sen. Völ­lig ohne Allü­ren. Er signier­te mir mei­ne Kap­pe, den Ten­nis­ball und sogar mein T‑Shirt. Auf mei­ne Fra­ge, ob wir noch ein Foto machen könn­ten, um die­sen Moment für die Ewig­keit fest­zu­hal­ten, ant­wor­te­te er: „Ja, natür­lich!“ Roger Fede­rer hat mich in die­sem Augen­blick zum glück­lichs­ten und stol­zes­ten Men­schen der Welt gemacht. Ich weiß nicht, wie oft ich mich bei mei­nem Coach für die­ses »Meet and Greet« bedankt habe.

Tota­le Reizüberflutung

Nach­dem das letz­te Match auf dem Cen­ter-Court gespielt war, ver­ließ ich — glück­lich und mit vie­len wun­der­ba­ren Ein­drü­cken — das Gelän­de der Ger­ry Weber Open. Zuge­ge­be­ner­ma­ßen mit einer völ­li­gen Reiz­über­flu­tung. Daheim im Bett ließ ich die­sen unver­gess­li­chen Tag noch ein­mal Revue pas­sie­ren. Ich hat­te mein Idol getrof­fen. Die­sen Tag wür­de ich NIE ver­ges­sen und ich hat­te mir geschwo­ren, die­ses Tur­nier nun so oft wie mög­lich zu besu­chen. Die­sen Tag hät­te ich aber ohne einen Men­schen nicht erle­ben dür­fen: Chris­toph Kel­ler­mann — mein Trai­ner und die Per­son, die mich erst zu die­sem wun­der­ba­ren Sport gebracht hat. Die­ses unver­gess­li­che Erleb­nis mit ihm erle­ben zu dür­fen, war ein­fach wun­der­bar. Ich hof­fe, dass ich mit ihm zusam­men noch vie­le schö­ne Momen­te erle­ben wer­de! Dan­ke auch an die ATP und unse­ren wun­der­ba­ren Break­chan­ce-Bot­schaf­ter And­re Bege­mann, ohne den die­ser unbe­schreib­li­che Tag eben­falls nicht mög­lich gewe­sen wäre. Alle gemein­sam habt ihr mich sehr, sehr glück­lich gemacht.

 

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